Samstag, 27. Februar 2010

Das Wunder des Menschseins

Blutgefäße und Knochen wie mit einem Röntgenblick, umgeben von feinenergetischen, spirituellen Energiebahnen und dem kosmischen Gitter – der New Yorker Künstler Alex Grey versteht es wie kein anderer, unsere menschlichen Welten und Dimensionen in einzigartig hypnotisch wirkenden Bildern voller Komplexität und Schönheit darzustellen. Wie ein moderner Priester führt er den Betrachter durch die Transformation menschlichen Bewusstseins. Seine faszinierendsten Werke, die in der »Chapel Of Sacred Mirrors« ausgestellt sind, wurden nun in einem Dokumentarfilm, der selbst wie eine mystische Reise wirkt, porträtiert.


Alex Grey

COSM: The Movie

Lehrjahre im Leichenschauhaus

Kunst bildet seit jeher einen Spiegel unserer Gesellschaft, unseres Denkens, unseres Bewusstseins. Hatte sie in früheren Zeiten häufig die Aufgabe, zu erheben und zu einem gottverbundenen Leben zu inspirieren, scheint sie heute eher unsere chaotischen, unbewussten Anteile zu manifestieren. Umso mehr bildet das Werk von Alex Grey eine Ausnahme, da er in seinen Bildern die grobstofflichen, seelischen und geistigen Welten zu verbinden trachtet. Grey, 1953 als Sohn eines Grafikdesigners geboren, zeigte schon früh erstaunliches Talent. Nach diversen Schaffensperioden in den Siebziger Jahren – wo ihn, wie er heute sagt, ein Gefühl der Sinnlosigkeit quälte – und jahrelanger Tätigkeit als Präparator in einem Leichenschauhaus, in dem er die menschliche Anatomie studieren konnte, erlebte er nach einer tiefen Krise eine künstlerische und seelische Transformation.

Visionen mystischer Innenwelten

Seine oft lebensgroßen Werke entführen in eine faszinierende Welt voller Vitalität und komplexer Dimensionen. Es ist, als hätte ein hellsichtiger Prophet all jene feinstoff lichen Ebenen der Chakren, Energielinien und spirituellen Welten klar vor Augen, um sie in Verbindung mit dem menschlichen Dasein in Bildern zu verewigen. Grey zeigt den Menschen von seiner innersten Seite, er enthüllt ihn gleichsam mit seinen Nerven, Organen, Blutbahnen und Knochen und gibt damit dem Betrachter Einblick in die seelischen Prozesse der Meditation und Erleuchtung.

Eine Kapelle spiritueller Kunst

Seine eindrucksvollsten Werke befinden sich in New York in der Chapel of Sacred Mirrors, die wie ein Initiationstempel aufgebaut ist. Kernstück des Museums sind die Heiligen Spiegel: 21 Bilder, die alle Aspekte des Menschen darstellen. Beginnend mit den Atomen, dem Skelett, dem Nervensystem, den Blutbahnen, den Muskeln bis hin zu den Chakren führt die Reise in spirituelle Welten, an denen am Ende nur das Symbol des Absoluten, das klare Licht steht. In einem anderen Raum geht es um Liebe und Familie: Wunderbar beispielsweise das Bild eines sichküssenden Paares, in allen detailgenauen Einzelheiten, umgeben von funkensprühenden Energien und sanft eingewobenen spirituellen Symbolen echter Liebe. Eine überwältigende Fülle, die den Betrachter einlädt, über das Wunder unseres Lebens zu reflektieren.

Cosm: The Movie

Zusammen mit dem Künstler schuf der Filmemacher Nick Krasnic nun eine ausdrucksstarke Filmodyssee: Cosm: The Movie ist wie eine Reise in die verschiedenen Dimensionen unseres Seins. Die Kamera erkundet die faszinierenden Werke, Grey erzählt von berührenden Erfahrungen und seiner Vision: »Wir haben ein begrenztes Ego-Selbst, aber wir haben auch die Kapazität, uns mit einem unendlich göttlichen Kosmos zu vereinen …«

Thomas Schmelzer




Dateien:
Grey_2010-1.pdf474 K
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