Montag, 20. Februar 2012

Sich innerlich mit dem verbinden, was wir tun

Jeden Augenblick haben wir die Macht, Wohlbefinden zu schaffen und damit den nächsten Moment unseres Daseins angenehm zu formen. Durch die unmittelbare Wahrnehmung des Heilseins weicht der Dauerstress des Überlebensmodus unserem inneren Wachstumsmodus. Der Autor Klaus P. Medicus erklärt im Interview, wie die innere Verbindung zu dem, was man tut, Firmenstrukturen verändern kann.


Klaus P. Medicus

Quanten-Intelligenz

Was ist für dich Stress?

Klaus P. Medicus: Stress ist ein Begriff aus der Newton’schen Physik: Hier geht es um den Druck, der auf Materialien liegt, das heißt, wie viel Druck hält ein Eisenträger aus, wie viel Stress hat er mit dem Druck? Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg hat der aus Österreich stammende Arzt Dr. Hans Selye in Kanada diesen Begriff auf den physischen und psychischen Bereich des Menschen übertragen, weil sich – so das Resultat seiner Studien – das Gewebe des Menschen bei zu viel äußerem Druck infolge der Lebensumstände verändert. Bei anhaltendem Stressempfinden gerät unser Körper gänzlich aus dem Gleichgewicht. Zwei Menschen können exakt das Gleiche erleben – der eine erfährt die Situation als Stress, der andere nicht.

Gibt es Stress dann gar nicht?

Klaus P. Medicus: Stress ist zunächst nur ein Begriff, mit dem wir das zu beschreiben versuchen, was wir als Wirklichkeit wahrnehmen. Sobald ich an diese Bewertung glaube, existiert sie auch.
Allerdings meinen wir, es sei etwas im Außen, das Stress verursacht. Doch die äußeren Ereignisse können nie mehr sein als Einladungen, in unserem Wahrnehmungsprozess auf eine bestimmte eigene Art und Weise zu reagieren. Und diese Reaktion ist abhängig von unseren inneren Grundüberzeugungen: Wir sind nicht Opfer äußerer Ereignisse, sondern aktive Schöpfer unserer  inneren biochemischen Wirklichkeit! Wir selbst können entscheiden, wie wir uns fühlen und was wir denken.

Was machst du, wenn ein gestresster Mensch zu dir kommt?

Klaus P. Medicus: Ich setze bei der Wahrnehmung an, wie wir Stress im Inneren erleben. Wenn wir die Wahrnehmung unserer Alltagserfahrungen und unser Selbstbild korrigieren und erkennen, wie wir Informationen verarbeiten, dann können wir unseren Fokus dorthin lenken. In dem Moment können wir unsere innere Ruhe leben, egal was im Außen geschieht.

Ist Stressmanagement also überflüssig?

Klaus P. Medicus: Ja – und ganz wesentlich: Es richtet den Fokus aufs Defizit, auf den empfundenen Mangel und auf ein Problem. Wir dagegen sagen: Hör auf, den Stress managen zu wollen. Bringe vielmehr den Fokus dahin, wo deine Augen ins Leuchten kommen und du ein hohes Maß an innerer Ruhe, Ausgeglichenheit, Freude, Liebe etc. verspürst.

Was ist an den üblichen Meditationsprogrammen für Manager anders als in die innere Ruhe zu kommen?

Klaus P. Medicus: Die heutige Sitte, für etwas zu meditieren, zum Beispiel für eine Ölplattform oder wegen einer Atomreaktorkatastrophe, ist meines Erachtens falsch, weil Meditation absichtslos ist. Wir sind in unserer Kultur daran gewöhnt, aus der aktiven »männlichen« Energie heraus zu gestalten, sodass wir zu der rezeptiven »weiblichen« Energie des Empfangens, des Wahrnehmens und Beobachtens unserer inneren Wirklichkeit keinen Zugang finden.

Sollte also das Management deiner Meinung nach insgesamt weiblicher werden?

Klaus P. Medicus: Wenn ich »männlich/weiblich« nicht geschlechtlich sehe, sondern rein energetisch, dann ist die Zukunft für mich tatsächlich weiblicher im Sinne einer rezeptiven Energie. Auch Männer sind gefordert, rezeptiver zu werden. Ich vermute, wenn wir den Fokus auf eine veränderte Informationsverarbeitung in unserem Inneren richten, werden sogar mehr Frauen in Führungspositionen kommen, aber es werden andere Frauen und andere Männer sein.

Kannst du diese Feldenergie genauer beschreiben?

Klaus P. Medicus: Was sehe, höre und spüre ich in jedem Moment in meiner Wahrnehmung? In mir kommt eine Bewertung: »gut« oder »schlecht«. Wenn es schlecht ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ich in ein adrenalingesteuertes inneres Programm rutsche.
Nun gilt es wahrzunehmen, was ich sehe, höre und fühle. Also richte ich den Fokus nicht auf die Energie, sondern auf die Information, welche die Energie erschafft. Deswegen ist es auch keine energetische Vorgehensweise; im Mittelpunkt steht die Achtsamkeit auf  die Information im Moment.

Was verändert sich dadurch, zum Beispiel für einen Marketing-Chef?

Klaus P. Medicus: Als Erstes stelle ich mir die Frage: Stimmt das, was ich hier tue, mit der Stimme meines Herzens überein? In den Firmen sind Menschen gefragt, die eine innere Verbundenheit zu ihrem Job haben. Dann können sie ihre Aufgaben anders entstehen lassen und gestalten.

Verändert sich durch die Bewusstheit für das Feld automatisch die Firmenstruktur?

Klaus P. Medicus: Der Wandel entsteht allein dadurch, dass die Menschen mit dem in harmonische Schwingung kommen, was sie tun. Hier sehe ich den Paradigmenwechsel.


Das Interview führte Stephanie Erkens


Dateien:
Medicus_2012-1.pdf167 K
Derzeit befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Tageskarte ziehen

Ziehen Sie eine Engelkarte !

Autor des Monats

Seminare und Veranstaltungen

Auch in 2017 veranstalten wir in Zusammenarbeit mit Momanda wieder zahlreiche Seminare mit unseren Autoren, wie Dr. Joe Dispenza, Tom Kenyon, Lee Carroll uvm. Weitere Informationen unter 

www.veranstaltungen.momanda.de